Großer Fortschritt für Schmerzpatienten beim EU Treffen der Gesundheitsminister

Beim letzten EU-Treffen im Juni unter dem Vorsitz der  Maltesischen Präsidentschaft haben die dort anwesenden Gesundheitsminister einstimmig beschlossen, dass Menschen mit chronischen Schmerzen der Zugang zu erfolgversprechenden Therapien nicht länger verwehrt werden dürfe.  Zu diesem Zweck sind die Mitgliedstaaten aufgerufen, den chronischen Schmerz als eigene Krankheit anzuerkennen, sowie eine Kooperation ihrer Gesundheitssysteme europaweit anzustreben.

Diese Beschlüsse wurden von der Societal Impact of Pain (SIP) Plattform als substantieller Schritt in die richtige Richtung gewertet. Die internationale Organisation , eine gemeinsame Initiative der EFIC (European Pain Federation) und der Pharmafirma Grünenthal, die sich seit 2010 für die Anerkennung des chronischen Schmerzes einsetzt, ist entschlossen dafür zu sorgen dass diese Worte in allen Mitgliedsländern auch in die Tat umgesetzt werden. Dies hat auch Martin Seychell, Vizegeneraldirektor der  DG SANTÉ, der Generaldirektion der Europäischen Kommission für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. bereits bestätigt. Eine eigene Expertengruppe, die als Brücke zwischen den Gesundheitssystemen, Betroffenen und Gesundheitspolitikern fungieren soll, wurde bereits installiert.

Die SIP Plattform bemüht sich seit 2010 um die Bewusstseinsbildung über die Auswirkungen des chronischen Schmerzes auf unsere Gesellschaft, indem sie den europaweiten  Informationsaustausch über Best Practice Modelle erleichtert und Strategien  für eine verbesserte Politik in der Schmerzversorgung  sorgt. So werden Diskussionen aller involvierten Gruppen – Ärzte, Schmerzpatienten, Selbsthilfegruppen, Gesundheitspolitiker, Versicherungen, sowie Repräsentanten des Gesetzgebers und Budgetverantwortliche – unterstützt.

Näheres unter www.SIP-Platform.eu